Villa Pappelheim Mai 2025

Im Mai war es eine wahre Wonne, durch den blühenden Garten zu gehen und zu sehen, wie die vielen Früchte wachsen und langsam heranreifen. Gleichzeitig gab es natürlich jede Menge Arbeit im Garten und im Gewächshaus, für dessen Bepflanzung wir dankenswerterweise wieder viele Tomaten- und Paprikapflänzchen bekommen haben. Dazu gab es auch schon eine reiche Ernte: über 50 kg Honig haben unsere fleißigen Bienen gesammelt. Es macht übrigens viel Spaß, inmitten vom Duft nach Wachs und flüssigem Gold beim Entdeckeln der Waben zu helfen. Geradezu wonnevoll.

Seinem Ruf als Wonnemonat machte der Mai auch alle Ehre, was Geburtstage angeht: wir sind aus dem Happy-Birthday-Singen und Kuchenessen kaum heraus gekommen. Und das ist ja wirklich eine genussvolle und fröhliche Angelegenheit.

Es heißt ja „besser ein Spatz in der Hand, als eine Taube auf dem Dach“ … wir hatten in diesem Mai beides. Im Garten und am Haus nisten einige Vogelarten, neben Turmfalken, Elstern und Meisen eben auch Tauben und Spatzen. Ein sehr junger Spatz ist aus seinem Nest in das Beet vor unserer Haustür geplumpst. Und so hatten wir ein kleines anspruchsvolles Pflegekind. Zum Glück ist ja aus Hühneraufzucht und Bienenhaltung genug Ausrüstung und Futter bei uns im Haus. Die Drohnenlarven sind sicher wahres Superfood. Es war sehr schön und berührend, diesen kleinen Spatz namens Shampoo zu füttern, zu sehen, wie seine Federn wachsen, seine ersten Rundflüge ins Bücherregal und schließlich in die Bäume vom Boden aus zu begleiten. Jeden Morgen (und Mittag, Nachmittag, Abend) ist er auf meine Hand geflattert, wenn ich raus kam und wollte ganz dringend gefüttert werden. Er kam zu jeder Zeit, wenn ich ihn gerufen habe. Doch eines Tages kam er nicht mehr. Die Kinder und ich haben uns vorgestellt, dass er zurück zu seiner Familie gefunden hat und lernt, wie ein richtiger Spatz zu leben. Dieser Gedanke hat etwas getröstet. Insgeheim habe ich allerdings die Krähe in Verdacht, die oft in der Nähe von Shampoos Futterstelle saß, um Hühnereier – wahrscheinlich für ihre Kinder – zu stibitzen…

In dieser Zeit haben sicher alle Tiereltern viel damit zu tun, ihre Kinder satt zu bekommen. So auch eine Füchsin, die zu beinahe jeder Nacht- und erstaunlicherweise auch Tageszeit in unserem Garten auf die Jagd gegangen ist. Damit hatten wir zu Beginn nicht gerechnet und so hat sie auch einige Enten, Hühner und zahlreiche Hühnerküken erwischt. Da haben sich einige Dramen im Garten abgespielt.

Nicht dramatisch, sondern freundschaftlich und mit einem fröhlichen Beisammensein mit köstlichen Waffeln bzw. großem Grillen haben sich erst Jenny, dann Seba von uns verabschiedet. Unsere guten Wünsche begleiten sie. Dazu gab es noch einen sehr friedvollen und berührenden Abschied im Friedwald zu Lothars Beisetzung. Mit Anekdoten und Musik haben wir ihm noch einmal Lebewohl gesagt.

Lebewohl sagt Lenz der Montessorischule, denn er macht bald seinen Abschluss, um eine Lehre zu beginnen. Zu dem Schulabschluss gehört auch eine Große Praktische Arbeit, für die Lenz einen Schokoladenautomaten entworfen, in Teilen gebaut und vorgestellt hat. Wir warten nun sehnsüchtig auf seine Fertig- und Aufstellung im Haus.

Ach ja, im Haus ist übrigens ein weiteres Gästezimmer so richtig schön geworden. Das meine ich ganz einladend… 😉

Wonnige Grüße, BeaBlog in Plauderlaune

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.